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Breitspurbahnen in Japan

In Japan, dem Land der aufgehenden Sonne, ist die "Normalspur" die Kapspur mit 1067 mm (3 1/2 Fuß). 1872, als die ersten Eisenbahnen in Japan gebaut wurden, entschied man sich für diese Spurweite. Nur der 1964 in Betrieb genommene Hochgeschwindigkeitszuges "Tokaido Shinkansen". (Shinkansen = "neue Hauptstrecke") fährt auf Gleisen mit 1435 mm.

Von 1885 bis 1890 wurde eine Wasserstraße zwischen dem Biwasee und Kyoto errichtet. Der Wasserweg erstreckt sich von der Stadt Otsu in der Shiga Präfektur bis nach Kyoto City. Der Anstoß für den Bau dieses Wasserweges war die Nutzung der Wasserenergie für die Wollspinnerei, Bewässerungssysteme, Erschaffung von Wasservorräten zur Feuerbekämpfung und die Möglichkeit, dass Boote von der Osaka Bucht zum Biwasee gelangen können.
Beim Bau des Kanals zwischen Kyoto und dem größten See Japans, entschloss man sich eine Standseilbahn parallel zu einer Teilstrecke des Kanals zu bauen, damit die Boote die Steigung überwinden konnten. Da die Boote eine gewisse Breite hatten, baute man mit der auf der Welt einmaligen Spurweite von 2743 mm (9 Fuß).

Die Standseilbahn war von 1889 bis 1948 in Betrieb, aber die Gleise liegen heute noch und auch ein alter Boot-Transportwagen steht noch.

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