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Breitspurbahnen in Holland

In den Niederlanden entschied man sich 1837 beim Bau der ersten Eisenbahnstrecke für die auf der Welt bis heute einmalige Spurweite von 2000 mm. Wobei die Holländer nicht das lichte Maß zwischen den Schienen als Maß nahmen, sondern den Abstand von Schienenmitte bis Schienenmitte. So betrug die tatsächliche Spurweite eben nur 1950 mm.

1839 war die Eröffnung der ersten Teilstrecke von Amsterdam nach Haarlem. Die ersten vier Lokomotiven, die für die HIJSM (Hollandsche IJzeren Spoorweg-Maatschappij) in England bei Longridge & Co gefertigt wurden (Stephenson hatte volle Auftragsbücher und musste den Auftrag ablehnen), waren die fast baugleichen "De Snelheid" (Geschwindigkeit), "De Arend" (Adler), "De Hoop" (Hoffnung) und "De Leeuw" (Löwe).
Die Lok "De Arend" hieß nicht nur wie die erste deutsche Dampflok, der "Adler" (1835 Nürnberg), sondern sah auf den ersten Blick auch fast genauso aus.

Die 1845 erbaute zweite Eisenbahnstecke von Amsterdam über Utrecht nach Arnhem (NRS - Nederlandsche Rhijnspoorweg-Maatschappij), wurde bereits um 1855 auf die in Kontinentaleuropa mittlerweile gängige Spur von 1435 mm umgespurt. Nachdem auch Belgien sich für die "Standard Spur" entschieden hatte, blieb den niederländischen Eisenbahngesellschaften nichts anderes übrig, um Ihre Eisenbahn an die Netze der Nachbarn (Deutschland und Belgien) anschließen zu können. 1864 wurden dann auch die Strecken der HIJSM umgespurt.

Breitspurbahn in Holland

Zur 100-Jahr-Feier wurde 1939 ein Nachbau der "De Arend" gefertigt. Die Lokomotive überlebte sogar den 2. Weltkrieg und durfte zur 150-Jahr-Feier wieder fahren. Hierfür wurde 1989 in Utrecht extra eine kreisförmige Breitspurstrecke mit 1950 mm aufgebaut Heute steht die "De Arend" im dortigen Eisenbahnmuseum.

Es gibt auch Modellbahner in Holland, die originalgetreue Modelle in Breitspur bauen.

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