Breitspurbahn.de

Straßenbahnen in Dresden und Leipzig

Die Straßenbahnen in Dresden und Leipzig fahren ebenfalls nicht auf der Regelspurweite. Allerdings sind die verwendeten Spuren nur 1,5 bzw. 2,3 cm breiter.

Die Leipziger Straßenbahnen fahren bereits seit 17.4.1896 auf 1458 mm Spur.

In Dresden wird seit der Eröffnung am 6.7.1893 eine Spurweite von 1450 mm verwendet. Das ist jedoch nicht die einzige Besonderheit der dortigen Straßenbahnen. 1904 wurden hier, als einzige Stadt in Deutschland, Tests mit dem "Dolter-System" gemacht.

Das Dolter-System erinnert zumindest Modellbahner sehr an das altbekannte Märklin-Punktkontaktgleis. Hier erfolgte die Stromabnahme nicht über eine Oberleitung, sondern über in den Boden zwischen den Schienen eingelassene Knopfkontakte. Die mit einem Kabelkanal verbundenen Kontakte waren in einem Abstand von 120 cm montiert. Der Triebwagen hatte einen metallenen Kontaktschlitten an der Wagenunterseite. Das System wurde 1902 bereits in Frankreich (Paris) getestet. In Großbritannien nutzten zw. 1907 und 1918 sogar drei Straßenbahnnetze (Torquay, Mexborough und Hastings) dieses Verfahren. Man lag damals sehr viel Wert auf ein ästhetisches Stadtbild. Abgesehen davon war der bauliche Aufwand für Oberleitungen erheblich größer.

Die Tests in Dresden (im Bereich Tolkewitzerstraße) waren jedoch nicht so erfolgreich, so dass man es bei den Oberleitungen beließ. Bereits 1896 erfolgten übrigens Tests nach einem ähnlichen System (Schuckert) in München in der Goethestraße. Wieder ein anderes artverwandtes System (Lorain) wurde sehr erfolgreich von 1902 bis 1921 in Wolverhampton (England) eingesetzt.

Neueste Besonderheit der Dresdener Straßenbahn: Seit 2001 gibt es hier die derzeit einzige Güterstraßenbahn Deutschlands - die CarGoTram.

Cargotram in Dresden

Weitere Informationen zur CarGoTram:
Dresdner Nahverkehr
Trampicturebook

Rechts sehen Sie übrigens die Straßenbahn von Dresden

Zurück zur Startseite
Impressum
Bild der Cargotram © Marco Präg in Wikimedia